© FORUM Niedereschach - die Plattform für Kunst, Bildung, Kultur, und vieles mehr - Letzte Aktualisierung: 24.11.2018
Forum Niedereschach im 24. Jahr seines Bestehens I m    Januar    1994    stellte    sich    das    "Forum    Niedereschach"    als    Nachfolgeorganisation    des    Katholischen Bildungswerks   erstmals   der   Öffentlichkeit   vor.   Ein   Kreis   der   am   Thema   örtlicher   Bildung   und   Kulturleben stark   interessierter   und   engagierter   Mitbürger   um   Hildegard   Kern   hatte   sich   zusammengetan,   nachdem   es um   das   katholische   Bildungswerk   ziemlich   ruhig   geworden   war.   Norbert   Ower,   der   bisherige   Leiter   dieser Einrichtung    konnte    aufgrund    beruflicher    Veränderungen    die    umfangreiche    Aufgabe    der    Leitung    des Bildungswerks   nicht   mehr   wahrnehmen.   Bereits   seit   dem   Sommer   1993   liefen   die   Vorbereitungen,   die Nachfolge   des   katholischen   Bildungswerkes   zu   übernehmen.   Mit   noch   bescheidenen   Aktivitäten   wurden   erste Schritte gewagt.   Von   Anfang   an   verstand   sich   das   Forum   Niedereschach   als   eine   ökumenisch   orientierte   Bildungs-   und Kultureinrichtung,   die   weiterhin   vom   katholischen   Bildungswerk,   den   beiden   Kirchen-   und   der   politischen Gemeinde     in     Form     einer     Arbeitsgemeinschaft     getragen     werden     sollte.     Neben     der     traditionellen Erwachsenenbildung   in   der   bewährten   Form   von   Kursen,   wollte   das   Forum   Niedereschach   auch   neue   Wege beschreiten und Experimente in Sachen Kultur wagen. Im   März   1995   hatte   sich   der   erste   Mitarbeiterstab   des   Forum   mit Hildegard   Kern,   Doris   Schreger-Benz,   Brigitte   Caratiola,   Annette Rienhöfer-Schweer,    Roswitha    Ower,    Renate    Hauser,    Regina Debusmann   und   Gernot   Stärk   dann   endgültig   herauskristallisiert. Ein   erstes   offizielles   Programm   wurde   für   den   Zeitraum   März   bis Juni 1995 vorgelegt.  (Bild) Über   alle   Konfessionen   hinweg   und   unabhängig   wollen   die   Mitglieder   ergänzend   zu   den   kulturellen   und bildenden   Angeboten   der   Vereine   das   kulturelle   Angebot   Niedereschachs   bereichern   und   erweitern.   Einmal im   Jahr   soll   dazu   noch   ein   echtes   kulturelles   "Highlight"   geboten   werden,   so   die   damalige   und   bis   heute bewährte Zielsetzung. Schnell   ließen   sich   die   neuen   Forum-Macher   für   den   Begriff   Forum   Inhalte   einfallen,   die   ihren   Ansprüchen gerecht werden sollten: F  wie Fantasie, O  wie Originalität, R  wie Reden miteinander, U  wie Unkonventionell und M  wie Musik. Buchvorstellungen    der    Niedereschacher    Buchautorin    Doris    Schreger-Benz    und    ein    Kabarettabend    mit Christoph   Sieber   waren   nur   einige   der   ersten   Höhepunkte,   die   das   Forum   in   seinen   ersten   Programmen   zu bieten      hatte.      Und      bereits      1996      war      mit      dem Niedereschacher    Frühling    ein    neues    Kind    geboren.    Als kulturelles     "Rundum-Paket"     erfreut     sich     seither     der Niedereschacher     Frühling     von     Jahr     zu     Jahr     größerer Beliebtheit und setzt mit bekannten Künstlern neue Akzente. Am     18.07.1997     wurde     das     Forum     ein     "eingetragener Verein".   Die   zwischenzeitlich   gewählte   und   bis   zum   heutigen tage    amtierende    1.    Vorsitzende    Dr.    Annette    Rienhöfer- Schweer   konnte   bei   den   seitherigen   Hauptversammlungen stets      eine      ansehnliche      Bilanz      an      durchgeführten Veranstaltungen,      Kursen      und      kulturellen      Angeboten vorweisen.   (Bild rechts) Ein   Jahr   danach   musste   das   Forum   kurz   vor   Weihnachten   einen   schmerzlichen   Verlust   hinnehmen.   Im   noch jungen   Alter   von   56   Jahren   verstarb   die   langjährige   Schriftführerin   Regina   Debusmann   nach   langer,   schwerer Krankheit.    Auch    aktiv    in    der    "Sozialen    Drehscheibe"    engagiert,    hinterließ    die    stets    lebensfrohe    und lebensbejahende Mitarbeiterin als eine der Motoren des Forum eine schmerzliche Lücke. Seit    seiner    Gründung    vor    21    Jahren    ist    das    Forum Niedereschach   aus   dem   kulturellen   leben   der   Gemeinde Niedereschach   nicht   mehr   wegzudenken.   So   lässt   sich   ein kleiner,    aber    um    so    aktiverer    Mitarbeiterstab    immer wieder    Neues    einfallen,    setzt    aber    auch    genauso    auf Bewährtes,    belebt    die    Niederschacherer    "Kultur-Szene" und   findet   so   langsam   auch   im   weiteren   Umkreis   immer mehr Freunde. So   konnte   das   FORUM   Niedereschach   im   Jahr   2015   seinen 20.   Geburtstag   gebührend   feiern   mit   einer   Vernissage   im     Bürgersaal   im   Niedereschacher   Rathaus   zur   Ausstellung "20   Jahre   Forum   Niedereschach",   musikalisch   umrahmt von den Klängen des Flötenensembles "Da capo al fine". Was   das   Forum   in   den   vergangenen   20   Jahren   alles   auf   die   Beine   gestellt   hat,   dies   erläuterte   die   Forum- Vorsitzende    Annette    Rienhöfer-Schweer.    So    präsentierte    sich    das    FORUM    mit    Bildcollagen    zu    seiner Geschichte   und   Entwicklung.   Es   waren   die   kreativen   Aktivitäten   der   bisherigen   Kursteilnehmer   zu   bewundern in   Exponaten   in   Acryl   und   Aquarell,   die   Holzarbeiten   und   Skulpturen.   In   der   Gestalt   der   "Scheherazade"   aus dem   persischen   Märchen   von   1001   Nacht,   erzählte die       Buchautorin       Doris       Schreger-Benz       mit hinreißender   Gestik,   selbst   einst   Gründungsmitglied im    Forum,    den    gebannt    lauschenden    Gästen    die Geschichte    von    den    "Acht    Siebengescheiten".    Von Göttern,    die    mit    sorgenvollem    Blick    auf    die    Erde hinabschauen,   auf   der   schlimme   Zustände   herrschen. Sprachkultur   und   Schrifttraditionen   sind   am   zerfallen, Stätten    der    Bildung    am    verludern.    Und    wertvolle Literatur    wird    von    schlechten    Filmen,    flimmernden Kästen   und   winzigen   Telefonen   vertrieben.   Und   wo sie    auf    der    Suche    nach    jemanden    sind,    der    den Leuten   die   Kulturgeschichte   der   Menschheit   und   ihre tatsächlichen   Werte   weitervermitteln   soll,   und   wie   sie letztlich    an    den    Gestaden    eine    kleines    Bächleins namens "Eschach" zuletzt tatsächlich auch fündig werden.